Der Mietvertrag regelt alle Rechte und Verpflichtungen von Mieter und Vermieter und dient als Beleg bei Streitfragen. Um Konflikte vorzubeugen, lohnt es sich daher, gleich alles Wichtige darin schriftlich festzuhalten. Egal, ob als Mieter oder als Vermieter – hier erfahren Sie, was Sie bei Erstellung des Mietvertrags unbedingt beachten sollten.

Die Vertragspartner

Schlüsselübergabe vom Vermieter
Die Schlüsselübergabe erfolgt nach der Unterzeichnung des Mietvertrages.

Im Mietvertrag sollte genau angegeben werden, wer Vermieter ist und wie viele Personen Mieter sind. Gibt es mehrere Mitmieter, sind sie alle gleichermaßen für die Bezahlung des Mietzinses verantwortlich. Für den Vermieter ist das vorteilhaft, denn so kann er sich bei ausbleibenden Mietzinszahlungen aussuchen, von wem er ihn sich einholt. Die Mitmieter müssen jedoch auch gemeinschaftlich handeln und können den Vertrag beispielsweise nur gemeinsam kündigen.

Erkundigen Sie sich auch, ob der Vermieter Eigentümer bzw. Pächter oder selbst Mieter des Gebäudes ist. Je nachdem, ob es sich um einen Hauptmietvertrag oder einen Untermietervertrag handelt, ergeben sich nämlich rechtlich ein paar Unterschiede.

Das Mietobjekt: Geltungsbereich und Nutzungszweck

Mietobjekt
Das Mietobjekt muss klar definiert und zwischen beiden Parteien abgestimmt sein.

Es ist wichtig, dass sich Mieter und Vermieter genau darüber einig sind, was alles zum Mietobjekt dazugehört. Mündliche Vereinbarungen über Benützung von Parkplatz, Garage, Wasch- oder Hobbyräumen sollten unbedingt auch schriftlich festgehalten werden.

Zudem ist es ratsam, aufzuzeichnen, wie alt das Bauwerk ist. Manche Gebäude, die vor dem Zweiten Weltkrieg erbaut worden sind, unterliegen nämlich dem Mietrechtsgesetz (MRG), das für Mieter einen besseren Schutz bereitstellt.

Außerdem sollte gleich geklärt werden, wofür das Objekt verwendet wird. Je nachdem, ob es zu Wohn- oder Arbeitszwecken gemietet wird, können dabei nämlich unterschiedliche Verschleißspuren entstehen. Das ist vor allem in der Frage relevant, inwieweit sich Mieter um die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes der Wohnung kümmern müssen.

Vertragsdauer und Kündigungsfrist

Achten Sie darauf, ob der Mietvertrag befristet oder unbefristet ist. Befristete Mietverträge haben eine Mindestbefristungsdauer von drei Jahren und können normalerweise nicht vorher gekündigt werden. Wenn der Vertrag hingegen unbefristet ist, kann er vom Mieter unter Einhaltung der Kündigungsfrist beendet werden.

Mietzins

Wichtig ist natürlich auch, Höhe, Intervalle und Fälligkeitszeitpunkt des Mietzinses genau festzulegen. Neben dem Fixbetrag als Hauptmietzins sollte auch gleich ein Verrechnungsmodus für die Betriebskosten vereinbart und geregelt werden, was diese alles miteinschließen, damit es später nicht zu Streitigkeiten kommt.

Vertrag vorher genau prüfen

Gerade vorgefertigte Verträge sollten vom Mieter auf keinen Fall übereilt unterschrieben, sondern vorab überprüft werden. Damit auch alle Punkte nachvollziehbar und selbst für Laien verständlich sind, lohnt sich die Prüfung durch einen Rechtsanwalt aus Dornbirn oder in Ihrer Nähe.

Doch auch als Vermieter macht es Sinn, alle wichtigen Daten noch einmal genau zu überprüfen. Denn beim Mietvertrag gilt: Lieber vorsichtig sein, als sich mit einer hastigen Unterschrift Probleme einzuhandeln.