Teppiche sind das wohl klassischste Wohnzimmeraccessoire. Doch so beliebt sie auch sind, umso gerne lagert sich auch Staub und Schmutz auf ihnen ab. Dabei muss man bei der Reinigung vorsichtiger vorgehen, als etwa bei Fliesen oder Laminat. Wie man seinen Teppich zuverlässig wieder in Schuss bringen kann und ab wann nur noch Profis helfen, gibt es hier zu lesen.

Tipp 1: kein Fleckenreiben

Wer kennt es nicht? Kurz mal nicht aufgepasst und schon ist der Kaffeefleck auf dem Teppich gelandet. Aber kein Grund zur Verzweiflung – wenn man es richtig macht. Zunächst ist es nämlich wichtig, Flecken auf keinen Fall weg zu reiben, weil man den Schmutz dadurch nur noch tiefer hineinarbeitet. Die Devise lautet: lieber vorsichtig trocken tupfen! Dabei immer vom Fleckrand in Richtung Mitte vorgehen.

Geheimtipp: Mineralwasser hilft bei frischen Flecken besonders gut. Einfach auf den Fleck gießen und mit einem Tuch vorsichtig den Schmutz aufsaugen. Auch Zitronensaft funktioniert.

Tipp 2: Zeit nehmen

Man sollte sich außerdem gerade auch bei größeren Reinigungsmissionen genug Zeit einplanen. Je nach Teppichart müssen die Mittel oft länger einweichen und das Trocknen kann oft dauern.

Um Materialschäden zu vermeiden, kann man das Mittel vorher an einer unauffälligen Teppichstelle testen, bevor man das ganze Textil damit behandelt. Sieht man Verfärbungen, Ausbleichen oder sonstigen Schaden, heißt es Finger weg!

Tipp 3: richtig Staubsaugen

Staubsaugen

Regelmäßiges Staubsaugen ist für die Hygiene enorm wichtig!

Klingt simpel, erfüllt aber seinen Zweck – grundsätzlich ist regelmäßiges Staubsaugen wichtig für die Hygiene. Dadurch kann man sogar Schädlingsbefall vermeiden, wie etwa Kleidermotten.

Die nisten sich besonders gern in Naturteppichen oder auch Fellen ein und hinterlassen dort ihren Mottenfraß. Außerdem verhindert das Saugen, dass Staub durch die Heizungsluft im Raum zirkuliert!

Achtung: Wird so etwas beobachtet, muss unbedingt ein Experte eingeschaltet werden! Professionelle Reinigungsfirmen wie Mr. Cleaner sind dabei die richtige Adresse. Sie wissen ganz genau wie sie bei der Teppichreinigung möglichst schonend und effektiv vorgehen müssen! Oder man wendet sich an den Schädlingsbekämpfer.

Ein guter Tipp ist auch die Verwendung eines Bürstensaugers – die entfernen Schmutz besser als normale Teppichbürsten. Generell sollte man aber auch hier vorsichtig vorgehen. Haben sich etwa bereits kleine Körnchen abgelagert, kann man durch das Staubsaugen die Teppichhaare sogar beschädigen. Ein schlechtes Zeichen sind immer viele Flusen im Staubbeutel. Auch hier kann der Profi im Falle abhelfen.

Tipp 4: Hausmittel als Reinigungsspezialisten

Mutter Natur hat nicht umsonst so einiges auf dem Kasten – auch bei der Reinigung hilft sie uns netterweise weiter. Hausmittel sind günstig und trotzdem effektiv. Bewährt haben sich zum Beispiel:

  • Backpulver

Warum genau Backpulver als Fleckenteufel so gut funktioniert, erklärt das darin enthaltene Natron. Man streut es einfach auf den Fleck und gießt heißes (bitte nicht kochendes!) Wasser hinzu. Das öffnet dann nach ein paar Stunden, oder auch über Nacht, praktischerweise die Faserporen.

Dann kann man das Pulver ganz einfach (aber vorsichtig) abtupfen. Wenn der Fleck nicht sofort verschwindet, kann man das einfach ein paar Mal machen. Ein netter Nebeneffekt von Backpulver ist das Vertreiben von schlechten Gerüchen.

Tipp: man kann dem Wasser auch Essig hinzugeben. Allerdings nur bei hellen Teppichen, aufgrund seiner bleichenden Wirkung!

  • Salz

Vor allem bei Problemen mit Rotwein ist man hier an der richtigen Adresse. Möglichst schnell das Salz auf den Fleck geben und dann ruhen lassen. Das Salz saugt den Rotwein einfach auf – das sieht man dann auch an der rötlichen Färbung. Am besten saugt man das Salz dann weg.

Wichtig ist dabei die Behandlung von außen nach innen, damit sich der Fleck nicht noch weiter ausbreitet. Bei bereits eingetrocknetem Rotwein helfen wiederum Weißwein, Essigwasser und das bereits genannte Mineralwasser. Besser testet man das aber vorher auf einer unauffälligen Teppichstelle wegen des Säuregehalts.

  • Schnee

Was auf den ersten Blick befremdlich klingt, hat durchaus seine Legitimation. Schon früher, als es noch gar keine Staubsauger gab, hat man Teppiche einfach draußen ausgeklopft. Anschließend hat man sie mit der Florseite nach unten auf eine geschlossene Schneedecke gelegt. Dabei wird der Flor mit Wasser gespült ohne dass der Teppichboden völlig nass wird. Genial.

  • Rasierschaum

Nicht ganz so natürlich aber in den meisten Haushalten vorhanden ist der Rasierschaum. Er kann als günstige Alternative zum Teppichschaum verwendet werden. Einfach auf den Fleck sprühen, eintrocknen lassen und dann zum Beispiel mit einer Handbürste ausbürsten.

  • Teppichschaum

Setzt man doch auf Tradition, zieht man meist den Teppichschaum zurate. Vorher sollte man allerdings gründlich absaugen – und auch hier gilt es vorher zu testen! Wenn die Farbe nicht verblasst, kann der Schaum verwendet werden. Selbe Prozedur wie beim Rasierschaum.

Mit der richtigen Handhabung und ein paar guten Tipps ist das Teppichreinigen gar nicht so aufwändig. Die richtigen Mittel kombiniert mit einer vorsichtigen Behandlung liefern meist ein sauberes Ergebnis. Kommt es allerdings zu Extremfällen wie Mottenfraß, oder handelt es sich um sehr empfindliche Naturmaterialien, ist der Gang zum Experten empfehlenswert.